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3.4.20 - Die Jungs berichten über ihren veränderten Alltag

Der TTC in der Corona-Krise - die Jungs berichten

Mit einem Paukenschlag veröffentliche der DTTB am Mittwochnachmittag die Entscheidung zum vorzeitigen Ende der laufenden Spielzeit 2019/ 20. Anders wie vielerorts vermutet, entschied der Dachverband des Tischtennissports, in Abstimmung mit den 18 Landesverbänden, dass der jetzige Tabellenstand zu werten ist. Somit fließen jegliche Partien der nun beendeten Saison in die Wertung ein, unabhängig ob Mannschaften mehr Partien absolviert haben. Der Stichtag war dabei der 12. März. Viel diskutiert wurde diese Entscheidung mittlerweile im Netz, die bei vielen auf Unverständnis stößt. Der oft genannte Vorschlag die Rückrunde gar nicht zu betrachten und somit die Tabellenstände nach der Vorrunde zu werten, bekam keinen mehrheitlichen Zuspruch. Zu der Entscheidung des DTTB veröffentlichte dieser im Nachgang auch den Weg zur Entscheidungsfindung und gab hier primär den Grund an sich mit dieser Option so nah wie möglich an die geltende Wettspielordnung zu halten. Dabei wird auch klargestellt, dass eine Annullierung der Saison nicht zur Diskussion stand. Details sind hier zu finden: Begründung des DTTB.


Somit steht auch fest, dass die kommende Saison 2020/ 21 ganz normal abgehalten werden soll und u.a. Fristen für Vereinswechsel Bestand haben werden. Lediglich der Umgang mit den Relegationsplatzierten ist noch offen, da hier jeder Verband selbst die Entscheidung vorgeben darf. Hierzu wird sich der TTBW am 7. April äußern. Gleichzeitig bedeutet das vorgezogene Saisonende die Meisterschaft für die Damen und die Herren II. Somit wird erstmals in der Vereinsgeschichte eine Mannschaft des TTC in der Badenliga aufschlagen! Zwar hätte man sich naturgemäß ein anderes Ende der Spielzeit gewünscht, doch die beiden überragenden Leistungen der beiden Teams finden somit ihren verdienten Lohn. Für die Reserve geht es somit hoch in die Bezirksklasse. Diese Erfolge, sowie die gesamtheitliche Betrachtung der aktuellen Lage im Tischtennis, wird Fabian im kommenden Beitrag näher beleuchten.

Hier soll es jedoch es um die Aktualität bei den vier Jugendspielern Marian, Luca, Niklas und Florian gehen, nachdem bereits die Mädels in der letzten Woche ihre Sichtweise zur aktuellen Situation dargelegt haben. Die vier Teenager, die in der Jugendmannschaft aufschlagen und seit einiger Zeit auch regelmäßig bei den Erwachsenen zum Einsatz kommen, tun sich derzeit schwer nicht gegen den Ball schlagen zu dürfen. Nachdem nun jedoch feststeht, dass Marian, Niklas und Florian mit den Herren II die Meisterschaft klargemacht haben, geht es vorwiegend darum sich fit zu halten und bei Wiederaufnahme des Spielbetriebs schnell wieder zum gewohnten Rhythmus zu finden.


Wie bei dem weiblichen Quartett nimmt die Schule trotz deren Schließungen weiterhin einen großen Teil ein. Dabei ist es bei Florian so, dass er sich morgens meist erst einmal eine Runde an der frischen Luft gönnt, um sich anschließend den Schulaufgaben zu widmen. Den umgekehrten Weg nehmen Luca und Niklas ein. Die Brüder beschäftigen sich vormittags mit den Aufgaben der Lehrer. Für Niklas steht nachmittags sportliche Aktivität auf dem Programm, die er ab und zu auch mit seinem Bruder macht. Neben joggen beschäftigt sich der 14-jährige mit regelmäßigen Stabilisationsübungen. Bei Luca nehmen zudem noch Videokonferenzen mit Freunden und Duelle an der Konsole Tageszeit ein. Nicht viel anders sieht es bei Marian aus, der sich morgens den Pflichten eines Teenagers widmet, um danach die Zeit mit seinem Bruder zu verbringen, die Konsole anzuwerfen oder auch Netflix zu nutzen.

Dem 16-jährigen Marian fehle es derzeit am meisten die Teamkollegen wöchentlich zu treffen. Es fehle das gemeinsame Ziel auf das Wochenende zu trainieren, um dann mit dem Anreiz eines Rundenspiels den Höhepunkt zu bestreiten. Dennoch komme er aktuell mit der außergewöhnlichen Situation noch recht gut klar. Auch Luca fehlt der Austausch mit seinen Mannschaftskollegen und vor allem der Spaß in der Gemeinschaft. Des Weiteren nennt der Gymnasiast den fehlenden Ausgleich zum gewohnten Schulalltag, der nun zuhause stattfinde. Sein Bruder vermisst ebenfalls das Zusammensein mit seinen Freunden und vor allem das Gefühl nach starken Ballwechseln. Doppelpartner Florian ist es gewohnt angestrengt und müde in das Bett zu fallen, so dass ihm der gewohnte Tagesrhythmus fehle und generell die Bewegung an sich in Verbindung mit Tischtennis.


Kontakt halten die beiden Jüngsten per WhatsApp zu ihren Freunden. Jedoch sei der Umgang schon etwas eingeschränkter als normalerweise. Luca, der neben dem Sport noch in einem Orchester musiziert, kommuniziert auch meist über die sozialen Medien mit den Freunden und hält ab und zu auch Videokonferenzen in größerer Gruppe ab. Marian hingegen merke, dass der Austausch schon reduzierter sei und er sich nicht täglich mehrere Stunden damit beschäftige sich mit seinen Kumpels kurz zu schließen. Solange ein Ende für die aktuelle Lage absehbar ist, sei dies für ihn noch auszuhalten. Bevor die Entscheidung des DTTB gefallen war, äußerten sich die vier Jungs auch zu ihren Gedanken hinsichtlich der Wertung der absolvierten Saison. Während Florian sich da weitgehend enthielt, plädierte Niklas für den Schnitt nach der Hinserie. Bzgl. der Relegationsplatzierten hätte er hier Entscheidungsspiele vorgeschlagen sobald das Spielen wieder möglich ist. Auch Luca's Sichtweise tendierte in diese Richtung.

Jedoch brachte er auch die Möglichkeit ein die aktuelle Tabellensituation zu werten, es jedoch auf die Spieleanzahl herunter zu brechen, die jedes Team in der Liga absolviert habe. Auch er sehe direkte Duelle bei Härtefällen angebracht, wobei er, so unrealistisch es auch gewesen ist, die Fortsetzung der Saison als die beste Lösung angesehen hätte. Auch Marian konnte sich bei dieser Frage nicht so recht entscheiden und schwankte zwischen der Annullierung der Spielzeit und dem Einfrieren des jetzigen Tabellenbildes, wie es der DTTB nun auch kommuniziert hat. Aus Eigeninteresse und der klaren Tabellenführung seiner Mannschaft in der Kreisklasse A II gab er seinem zweiten Gedanken jedoch mehr Gewicht. Es wäre äußerst ärgerlich gewesen die Arbeit einer fast gesamten Spielrunde nicht zu würdigen.


Angesprochen auf die aktuelle Gesamtlage auf der Welt gab das Quartett einheitlich zu verstehen, dass sie hinsichtlich einer Infektion nicht beunruhigt wären. Jedoch gaben sie andere Punkte an, die sie derzeit umsorgen. Florian möchte niemanden anstecken, auch wenn der Virus bei ihm keine Symptome zum Vorschein bringen würde. Niklas hingegen macht sich keine großen Gedanken, ob der Gesamtlage, aber das eingeschränkte Leben in der jetzigen Zeit nehme er schon beklemmend zur Kenntnis. Sein Bruder sorgt sich momentan um die ältere Generation, sowie den vorbelasteten Menschen, die einen gewissen Teil in seinem sozialen Umfeld ausmachen. Er sei aber überzeugt, dass sich die Lage bessere, wenn das Kontaktverbot respektiert würde. Wichtig sei es in jedem Fall die Kontrolle über die Situation weitgehend beizubehalten. Der Blick auf die deutlich betroffeneren Nationen beschäftigt Marian, der Deutschland selbst mit einem guten Gesundheitssystem passend aufgestellt sehe. Es sei die Ungewissheit, die ihn momentan beunruhige, wobei er klarstellte, dass er noch relativ entspannt sei.

 


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